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Familienstiftung

Die Familienstiftung ist eine Stiftung, die im wesentlich im Interesse einer Familie oder bestimmter Familien errichtet ist
(§ 1 Abs. 1 Nr. 4 ErbStG).

Der Bundesfinanzhof (Urteil vom 10.12.1997, ZEV 1998, 122) stellt darauf, dass „nach der Satzung und ggf. dem Stiftungsgeschäft ihr Wesen darin besteht, es den Familien zu ermöglichen, das Stiftungsvermögen, soweit es einer privaten Nutzung zugänglich ist, zu nutzen und die Stiftungserträge an sich zu ziehen. Inwieweit davon tatsächlich Gebrauch gemacht wird, ist nicht entscheidend.“

Die Finanzverwaltung (ErbStR R 2 Abs. 1-3) nimmt eine Familienstiftung an, wenn:

  • Der Stifter, seine Angehörige und seine Abkömmlinge zu mehr als der Hälfte bezugs- und anfallsberechtigt sind oder
  • zu mehr als einem Viertel bezugs- und anfallsberechtigt sind und zusätzliche Merkmale ein Familieninteresse belegen, z.B. wesentlicher Einfluss auf Geschäftsführung
  • Wesentliche Familieninteressen neben der Bezugsberechtigung in der verbilligten oder unentgeltlichen Nutzung von Stiftungsvermögen bestehen (z.B. Immobilien, Personal, Kunstbesitz)

 

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