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PRAXISWERT

Hinweise und Strategien für eine erfolgreiche Praxisabgabe

Regelungen zum Praxiswert

“Wie viel ist meine Praxis wert?”
Die Frage „Wie viel ist meine Praxis wert?“ beschäftigt Heilberufler nicht nur vor einer bevorstehenden Übertragung, zum Beispiel im Wege der Altersnachfolge. Große Veränderungen im Gesundheitswesen haben auch für große Veränderungen in der Bewertung von Praxen gesorgt. Der Wertewandel im ärztlichen Nachwuchs ist ein weiterer Grund für die Nachfolgeproblematik. Einzelpraxen ohne Konzept zur Wertsicherung sind und werden immer schwerer vermittelbar. BBC-Berater können mit diesen nützlichen Hinweisen den Prozess der Nachfolge erfolgreich gestalten.
Die Bundesärztekammer hat im September 2008 neue Hinweise (keine verbindlichen Vorgaben) zur Bewertung von Arztpraxen gegeben. Demnach entscheidet nicht mehr der Umsatz der Vergangenheit für die Bewertung einer Praxis. In Zukunft, so die Bundesärztekammer, ist der künftige Ertragswert ausschlaggebend für die Praxiswertermittlung.
Der künftige Ertragswert ermittelt sich aus „harten“ und „weichen“ Faktoren. Neben Berechnungen auf Grundlage letzter Umsätze, Kosten und Gewinne spielen auch mittelfristig gestaltbare Faktoren wie Ruf der Praxis, Qualifikation und Auftreten der Mitarbeiter, etc. eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Literatur-Meinung – Einschätzung von Prof. Dr. Peter Knief:

In einem Zeitschriftenbeitrag (s.u.) sieht Knief ein neues Berufsfeld „Bewertung von freiberuflichen Praxen“. Seiner Meinung nach liefert die vergangenheitsbezogene Ermittlung des Jahresertrags nach Einführung der neuen Gebührenordnung der Ärzte keine brauchbare Wertermittlung. Knief führt aus, warum er das vereinfachte Ertragswertverfahren nicht für geeignet hält.
Weitere Schwierigkeit ist die Definition des „angemessenen Unternehmerlohns“, der vor dem Hintergrund des § 202 Abs. 1 Nr. 2d BewG bei der Praxisbewertung „angemessener Unternehmerlohn“ abzuziehen ist. Knief hält die Höhe des von der Bundesärztekammer und Kassenärztlichen Bundesvereinigung vorgeschlagenen kalkulatorischen Unternehmerlohns für fraglich (Begründung: regionale Unterschiede, Auffassung des BGH). Nach Auseinandersetzung mit einer Verfügung der OFD Münster die lt. Knief einen „Betriebswirtschaftler erstarren lassen“, kommt er zu dem Ergebnis, dass eine Bewertung nach dem IDW-Standard „S1“ sachgerecht wäre, wenn dieser noch stärker Besonderheiten der medizinischen Praxis berücksichtigt und fortentwickelt wird.

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